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Das größte SUP Rennen in Europa mit 3 Tagen Spektakel. Ein Hammer Wetter kann auch seine Nachteile haben...es war wirklich heiß am Haupt-Wettkampftag.

Der Reihe nach:
Am Mittwoch Nacht angereist, ging es am Donnerstag gleich mit "fastest paddler on earth" los, ein 200 Meter Wettkampf gegen die Uhr und einen Mitstreiter. Beim Vorlauf fand ich mich nicht besonders gut und konnte mir eine Finalteilnahme nicht wirklich wünschen (die besten 10 sollten ins Finale kommen, um nochmal um die Positionen zu kämpfen). Eine große Überraschung war dann der Blick auf die Liste, denn ich sollte 4ter sein! Ich konnte mir dies kaum vorstellen, auch wenn ich bisher keinen Vergleich im Sprint hatte. Das Ergebnis des Finallaufes bestätigte meine Zweifel, denn ich fuhr nur die 17te Zeit (es kamen doch die Top-20 ins Finale). Mit gemischten Gefühlen ging es also an den Freitag.

Ein Parallel-Slalom war aufgebaut, Head to Head und der Sieger kommt immer eine Runde weiter. Dies hat echt Spaß gemacht, ich konnte zwei Läufe gewinnen, flog dann aber im Viertelfinale raus. Mein schnelles Mistral M2 ist zwar sauschnell, aber bei engen Kurven leider auch ein wenig wackelig, besonders bei Stress ;-)

Gott sei Dank wurde am Samstag das Hauptrennen, Lost Mills 18,5 km über den kleinen und großen Brombachsee, auf Vormittag vorverlegt! Denn es sollte der heißeste Tag werden mit Gewitterwarnungen am Nachmittag. Und schon beim Skippersmeetung musste ich mich 2 Mal unter die kalte Dusche stellen.
Der Start um ca 11:15 war alleine ein Spektakel, denn mit ca. 100 Teilnehmern ist es schon eine hektische Stimmung für die Teilnehmer, aber auch für die Zuschauer.

Ich kam auf der rechten Seite relativ gut weg, der Zug auf der linken Seite schob sich aber Schlag für Schlag mehr nach vorne, so dass ich mich irgendwann einreihen musste, aber leider nicht wirklich in der ersten Gruppe. Ich schätze ca. 30. Position. Ich musste auch schmerzlich feststellen, dass sich mein Lendenwirbel, der über Nacht die Position gewechselt hatte, sich auch durch die Aufwärmgymnastik nicht überreden ließ, sich wieder richtig hin zu stellen. Die Rückenschmerzen begannen und wurden im Laufe des Rennen nicht wirklich besser ;-/


Trotzdem ein tolles Rennen, und ich konnte mit Bart de Swart wieder ein wenig Boden gutmachen und wir kämpften uns auf Position 21/22. Ein unfreiwilliger Schwimmer bescherte mir einen Abstand zu Bart und kurzzeitige Hitzeschwäche. Fast hätte ich ihn bei der letzten Portage wieder eingeholt, aber ich verpasste um ca 20 Meter seine Welle und konnte bis ins Ziel meine Position nur noch halten. Am Ende war es der 22. Platz und viel Freude, angekommen zu sein !!

Ich muss zugeben, es war ein sehr hartes Rennen für mich, besonders mit den Rückenschmerzen. Mein Körper hat mir eine Grenze aufgezeigt, die nach dem Rennen noch einige Stunden nachgewirkt hat. Aber schnell kommt wieder der Gedanke, beim nächsten Mal läuft's bestimmt besser ;-)

Lost Mills ist eine tolle Veranstaltung und das einzige Rennen mit einer so großen internationalen Spitzenbeteiligung. Eine optimale Lokation und bestes Wetter machen das Vorhaben, nächstes Jahr wieder zu kommen, sehr realistisch.

Kati konnte beim Seehof Cup ihren Sieg vom letzten Jahr wiederholen. Bei den Männern gewann Kanu Slalom Weltmeister Hannes Aigner aus Augsburg.

 

 

Stephan Stiefenhöfer

Bilder: Ernstfried Prade und Kati Seidenstücker

 

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